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7.09.2014 Saarschleifemarathon

Super schöner Lauf hier ist der Bericht auf m4you:

http://www.marathon4you.de/laufberichte/saarschleife-marathon/vorne-und-hinten-was-los/2590

6.09.2014

Die Anfahrt nach Merzig gestaltet sich unauffällig. Erstaunlicher Weise sind die Übernachtungspreise ziemlich hoch. Deshalb wohnen wir ausnamsweise nicht am Startort. Unsere Wahl fällt auf eine Pension ohne Frühstück in der Fußgängerzone von Mettlach. Parken können wir auf dem großen Prakplatz einer Bank direkt an der Saar. Das Zimmer ist in einem Haus aus dem Jahr 1902. Es knarxt und knarrt überalle und die alten Möbel finde ich urgemütlich. Das Bad ist modern und so sind wir mehr als zufrieden.

Am Startort Merzig gibt es die Startunterlagen in der Stadthalle. Ein Läufersymposium ist gerade im Gange. Wir treffen Manfred mit Frau und verlieren uns gleich wieder. Bei der Pastaparty sitzen wir am Tisch mit einem netten Pärchen, das morgen seinen ersten Halbmarathon laufen will. Erinnerungen werden wach. Ach war das nicht schön beim ersten Mal?

Ein trüber Morgen empfängt uns. Es ist frisch. Im kurzen Laufdress frieren wir Morgens vor 8 Uhr ganz schön. Der Start ist pünklich. Zunächst machen wir eine Schleife am Publikum vorbei, dann geht es auf die Strecke.

Schnell haben wir die Saar erreicht. Das gegenüberliegende Ufer liegt im Nebel. Um mich warm zu machen laufe ich zügig. Nanu wir sind schon bei km 39? Ach so, es wird rückwärts gezählt. Mir fällt auf, dass die Vorbereitungen für VPs getroffen werden. Hier gibt es später beinahe alle 2 km was zu trinken. Das ist sicher für die Halmarathonies, wer sonst kann so viel trinken?

Es geht bergauf. Ich bin nun warm und darf gehen. Hinten runter mache ich wieder Zeit gut. Die Saar ist gerade auch nicht zu sehen. Es geht nochmal rauf und hinten steil bergab. Das wars dann auch mit Steigungen. An der VP bei km 10 (oder 32) genehmige ich mir  Wasser und Salz. Mittlerweile hat sich eine kleine Gruppe mit Pia und Gerd herauskristalisiert. Gerd kenne ich von Tuttlingen. Und Pia läuft heute ihren 10. Marathon. Irgendwann setzt sich Gerd nach vorne ab. Dann wird es einsam. Durch den gebogenen Weg ist vor uns keiner zu sehen. Hinter uns werden wohl sowieso nicht viele sein.

Auf der anderen Seite des ziemlich breiten Flusses spielt jemand Alphorn. Wir rufen und winken. Ich bin gut drauf. Ständig wechselt der Fluss sein Gesicht. Es gibt immer etwas neues zu entdecken. Auch die Gespräche mit Pia sind interessant. So vergeht die Zeit wie im Flug.

Vor uns liegt bereits Mettlach. Zuerst geht es an einer großenSchleuse vorbei, dann ein paar Stufen hinunter und an der Quaimauer entlang. Helfer weisen nach oben. Wir erreichen die gesperrte Straße. Eine Percussion Gruppe macht Musik. Wir halten kurz an der VP, dann geht es gestärkt weiter. An der VP gibt es einladend zubereitet Bananen, Honigkuchen und Salzbrezeln. Wir verlassen Mettlach auf der gesperrten Straße.

Ein Fahrrad kommt uns entgegen. Es macht den Weg frei für die Marathonspitze. Wir winken und klatschen. In gebührendem Abstand kommen weitere Läufer. Da ist auch Norbert. Mensch ist der schnell. Dann wird es richtig lebendig. Der Halbmarathon wurde am Wendepunkt um 10 Uhr gestartet. Nun kommen uns alle entgegen. Ich muss  nur mit der Kamera draufhalten. so entstehen die Bilder von ganz allein. Dann ist plötzlich mein Fotoakku leer. Pia hilft mir im Laufen den Akku zu wechseln. Wir sind das perfekte Team.

Besonders freue ich mich, als das Paar von Gestern zusammen vorbeikommt. Die sind bestens gelaunt. Nun kommen auch viele Marathonläufer. Es wird gegrüßt, gewinkt und angefeuert.

Dann wir es ruhiger und auch wir erreichen den Wendepunkt. Einmal rum um die Pylone und zurück. An der VP laufen wir auf Gerd auf. Den behalten wir erstmal im Blick. Der „alte Feller“ kommt vergnügt das Besenfahrrad im Schlepptau. Alle Achtung, was der in seinem Alter noch leisten kann.

Mittlerweile kommt die Sonne raus. Der Rückweg nach Mettlach ist ermüdend.  War das vorhin auch schon so lang? Meine Beine sind müde. Ich würde gerne etwas langsamer laufen. Pia meint das wäre o.k. Mit vermindertem Tempo erreichen wir Mettlach und die nächste VP. Die Stufen hinter Quaimauer ghe ich gmütlich hoch. Pia läuft, als wäre sie gerade gestartet. Oben wartet sie einfach auf mich.

Ich bin nun richtig platt. Pia verkündet, das machen wir trotzdem zusammen. Selbst als eine Läuferin von hinten kommt bleibt Pia bei mir. Das kostet sie übrigens den dritten Platz in unserer AK. Bei km 10 sammeln wir dann noch Gerd auf. Mir kommt vor, als ob die Beiden schneller laufen könnten. Aber immer wenn ich zurückbleibe halten sie an und warten. Ich nutzte mittlerweile jede der dicht folgenden VPs zum Trinken. Vorhin hätte ich das nicht für Möglich gehalten, nun bin ich froh.

Kurz vor Merzig beschleunigt Gerd dann doch. Dafür kommt Pias Tochter. Sie hat bereits gefinisht und holt nun ihre Mutter von der Strecke ab. Es geht noch durch einen Park, dann haben wir das Ziel erreicht.  Norbert ist auch schon da und ist auf seine Zeit unter 3:30 Std sehr stolz.

Ich muss mich erst mal setzten und was trinken. Wir beschließen, wie von Gerd empfohlen, uns die Saarschleife noch von oben an zu schauen. Nach einigem Suchen finden wir den Parkplatz. Aber was ist das? Hier stehen hunderte von Autos. Menschenmassen sind unterwegs. Wir folgen den Schildern, in der Hoffnung, dass es nicht so weit sein würde. Es zieht sich etwas und geht stetig bergab. Dann liegt sie plötzlich vor uns, die Saarschleife in ihrer ganzen Schönheit. Ich habe selten etwas so anmutiges gesehen. Mir fehlen die Worte den Anblick zu beschreiben. Das muss man selber gesehen haben.

 

Sieger:

Männer:

1. Platz Jörg Hooß 2:58,17 Std

5. Platz M50 Norbert Fender 3:29,45 Std

Frauen:

1. Platz Tanja Hooß 3:17,31 Std

4. Platz W50 Birgit Fender 4:54,49 Std

 

 

 

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Birgit am Januar 5th 2015 in -Marathons, 2014

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