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Donautalmarathon

Bitte lest vorab meinen Bericht auf M4you: http://www.marathon4you.de/laufberichte/aesculap-donautal-marathon/landschaft-aus-dem-bilderbuch/2500

Der Bericht ist noch im Rohzustand. Muss nochmal drüberlesen und Bilder einfügen

Den Donautalmarathon kennen wir mittlerweile wie unsere Westentasche. Etwas unangenehm ist das frühe Aufstehen. Schließlich muss der Zug um 7 Uhr in Tuttlingen erreicht werden. Da kann man leicht ausrechnen, dass die Nacht kurz ist. In diesem Jahr haben wir uns etwas neues ausgedacht: Übernachtung in Hausen i.Tal.

Anreise erfolgt deshalb am Samstag Nachmittag. Und das ist auch gut so. Eine Baustellenumleitung auf der Autobahn kostet uns 15 Minuten. Das hätte wahrscheinlich bei Anreise am Morgen nicht pünktlich gereicht. So suchen wir nun einen Parkplatz in der Innenstadt. Das ist nicht einfach und so quetschen wir den Bus beim Omnibusbahnhof hin. Ich habe keinen Plan wo es hingeht. Norbert weiß immerhin die Richtung. Um den Marktplatz ist Hölle. Da sind schon Läufe im Gange.

Die Startnummernausgabe ist im Rathaus. Das geht schnell. Wir hängen noch am Saftstand ab, dann suchen wir unser Auto. Damit fahren wir dann an den Bahnhof. In der Ausschreibung stand, dass man bei Aesculap parken kann. Der Wachmann meint, das gelte erst für Morgen früh, läßt uns aber dann doch herein. Zum Bahnhof sind es nur noch ein paar Schritte.

Kaum stehen wir auf dem Bahnsteig, da geht das Unwetter los. Der Wetterbericht hatte ja für den Sonntag Sauwetter angesagt. Bisher war es aber höchst anständig. Der Zug ist ja Gott sei Dank dicht aber die Aussicht knapp 2 Kilometer im „Schiff“ zum Hotel zu laufen ist wenig prickelnd.

In Hausen angekommen hört der Regen dann auf. Aus unerfindlichen Gründen ist der Bahnhof nicht beim Ort. Die 2 Kilometer mit der schweren Tasche an der Straße entlang sind nicht sehr angenehm. Unser Hotel Murmeltier liegt aber direkt am Ortseingang. Es ist auch Jugendegästehaus und dementsprechend funktionell eingerichtet. Das Frühstück können wir praktischer Weise aufs Zimmer mitnehmen. Dann besichtigen wir noch den Startbereich, der in Sichtweite aufgebaut wird.

Nach dem leckeren Abendessen auf der Terasse, das leider im Unwetter endet können wir in der Gaststube den wirklich schlecht spielenden Brasilianern beim unverdienten Sieg  zuschauen. Es ist ja gerade Fußball WM. Es regnet die ganze Nacht. Auch morgens hören wir die Tropfen auf dem Dach. Frühstück im Zimmer ist nett.

Als wir uns zum nahen Start aufmachen hat der Regen aufgehört. Wir geben die Tasche beim Transferbus ab. Am Start ist schon einiges los und das fetzige run und Fun Lied wird gespielt. Der Ohrwurm für die nächsten Stunden ist perfekt.

Luftballons werden ausgeteilt, eine paar Interviews gegeben, dann geht es los. Die Luftballons streben dem noch grauen Himmel entgegen. Es geht unterm Bahngleis hindurch und in entgegengesetzter Richtung an der Donau entlang. Norbert will heute mal schneller laufen und verabschiedet sich. Ich genieße die Strecke. Wir überqueren nach einem Kilometer eine Brücke, dann geht es zurück, nun in der richtigen Richtung. Wenns hoch geht (selten) gehe ich, wenn runter geht ( auch selten) hole ich wieder auf. Die meisten laufen die Strecke durch.

Immer wieder kommen Staffelläufer von hinten. Ab und zu habe ich netten Gesprächspartner, die dann aber immer nach vorne verschwinden. Die ersten 15 Kilometer ist das Tal eng, und unglaublich schön. Normalerweise ist der Donautalradweg voll mit Radlern. Heute ist wenig los. Der miese Wetterbericht hat da wohl einige abgeschreckt. Zum laufen ist es optimal.

Bei km 15 kommt Kloster Beuron . Wir laufen durch die halbe Klosteranlage, Hier stehen Streckenposte, die aufpassen dass man sich nicht verläuft. Dann geht es hinaus, halb herum, und dann auf der anderen Seite zur VP. Hier gibt es schon mal Hefezopf und den Staffelwechselpunkt. Nach dieser kleinen Hektik bin ich froh, dass wir auf der Strecke unsere Ruhe haben.

Der Donaudurchbruch ist spektakulär. Die Felsen rücken dicht an den Weg heran.

Bei km 24 erreichen wir Fridingen. Hier sind vor kurzem die Nordik Walker gestartet. Ein paar Kilometer später kann ich die ersten (oder letzten) überholen. Das ist angenehm, die Strecke ist doch schon recht leer und die Abwechslung willkommen. Das lange Stück an der Straße leicht bergauf nehme ich wie immer zum Kräfte sammeln. Dann geht es durchs Industriegebiet und weiter auf den Donautalradweg, der hier Asphaltiert ist. An der VP ist es ganz schön zugig. Dafür erschnorre ich ein Bier. In Mühlhausen Km 30, sind wie immer diverse Fanmeilen. Das hilft, nochmal den Laufschritt zu optimieren. Man will ja nicht ganz so fertig aussehen.

Über einen kurzen Radweg erreichen wir Stetten. Der Radweg ist mit Walkern belegt, so wechsele ich auf die Straße. Blöderweise kriege ich jetzt einen Krampf. Was die Walker wohl denken. Vorsichtig reihe ich mich ein. Hinter Stetten kommen wir bei km 33 auf den kleinen Single Trail. Diesmal kann ich hier keinen überholen. Mit der latenten Krampfgefahr traue ich mir das nicht.

Hinter Nendigen bei km 34 ist wieder Fest auf der Wiese. Das schlechte Wetter hat hier keinen abgehalten. Jeder Läufer wird ausgiebig gefeiert. Das ist schöner als dann im Ziel und macht richtig Laune. Dann geht es auf die Felder. Hier sind wir schon gekocht worden, so wenig Schatten bietet dieser Streckenabschnitt. Doch dieses Jahr ist es wunderbar. Ich überhole die gutgelaunten Walker.

Kurz vor dem Ortseingang von Tuttlingen laufe ich auf einen Läuferr in blau auf. Weil es so gut passt bleiben wir zusammen. Das macht die letzten Kilometer deutlich kurzweiliger. Es geht im Ort an der Donau entlang. An einer Fußgängerbrücke stehen Guggenmusiker und heizen den Läufern ein. Nach der Brücke fängt es doch noch mal zu regnen an. Wir überqueren ein paar Straßen, dann ist die lange Zielgerade erreicht.

Zum Schluss überholen wir noch eine Gruppe Walker, dann ist es geschafft. Es gibt Melone, Hefe- und Nusszopf. Dazu ein Bier.

Norbert hat den dritten Platz in seiner Altersklasse gemacht. so kommt er in den Genuss einer wirklich tollen und ehrenvollen Siegerehrung vor vollen Rängen auf dem Marktplatz. Das hat sich wirklich gelohnt.

Sieger:

Männer:

1. Platz Kay-Uwe Müller  2:35,37 Std

3. Platz AK55 Norbert Fender 3:38,55 Std

Frauen:

1. Platz Utes Schnelck 3:10,29 Std

4. Platz AK 50 Birgit Fender 4:53,22 Std

 

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Birgit am August 20th 2014 in -Marathons, 2014

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