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Urban Trail Luxembourg

30.03.2014

 

War ein toller Lauf der Bericht folgt. lest mal vorab http://www.trailrunning.de/laufberichte/dkv-urbantrail-de-luxembourg/urban-trail-packt-eure-ruecksaecke/2371

Bilder kommen noch und ich muss noch nach Schreibfehlern suchen

Als Kaus mit dem Vorschlag kam den Urban Trai von Luxemburg zu laufen war ich zunächst skeptisch. Dem Bericht von Joe aus dem Vorjahr zufolge sind hier die Limits eng. Kann ich sowas überhaupt schaffen? Den reinen Daten nach müsste es gehen. Aber was, wenn die Strecke doch schwieriger ist? Aber es hört sich schon toll an und so siegt die meine Abeneuerlust.

Das Hotel Cavat ist schnell gefunden. Leider gibt es keine Parkplätze. Nach längerer Wartezeit dürfen wir doch ins Parkhaus. Der freundliche Hotelportier gibt uns einen Tipp und wir parken sofort um. Dann stürzen wir uns ins samstägliche Getümmel der Fußgängerzone. Der Hunger treibt uns zu einem urigen Pub, wo es Tische draußen gibt. Es ist angenehm war, das Essen ist lecker und wir genießen die umtriebige Athmosphäre.

Joe entdeckt uns zuerst. nacdem auch er sich gestärkt hat entdecken wir unerwegs noch das Cafe von Lea Linster. Ich traue mich zuerst nicht hinein. Als sie aber auffordernd winkt gibt es kein Hlaten mehr. Ich bekomme ein Foto mit ihr und zu unserern Madeleines noch eines gratis. Sie hat demnächst Feierabend und ist locker drauf, erkundigt sich interessiert nach dem morgigen Lauf und gibt sich total locker.

Ich bin jetzt schon mehr als zufrieden mit unserem Tripp nach Luxemburg. Am nächsten Morgen ist der Start vor unserem Hotel. Ungefähr 70 ultramäßig gekleidete Läufer treffen sich im Startbereich. Das mitführen von Wasser und evtl Verpflegung ist vom Veranstalter vorgeschrieben. Trotzdem verzichtet Norbert darauf. Es scheinen genügend Wasserstellen vorhanden, so dass er sich dieses zusätzliche Gewicht spart.

Es geht los. Kreuz und quer geht es durch die Fußgängerzone. Ich lege erst mal Tempo vor. Vielleicht kann ich die Besenradler eine Weile auf Distanz halten. Als es bergab geht verabschiedet sich Norbert. Schnell bin ich allein. Vor mir sind in Sichtweite andere Läufer. Ob hinter mir noch jemand ist kann ich nicht sagen.

Es geht über die Stadtbefestigung durch Tore, Treppen hinunter und wieder  hinauf. Hier ist es super spannend und interessant. Ich versuche gleichzeitig die laten Gebäude zu besichtigen und nicht über meine Füße zu fallen. Kopfsteinpflaster und Bodenschwellen sind nicht zu unterschätzen.

Die erste Wasserstelle lasse ich aus. Es geht die Treppen hinauf. Hier überholen mich drei Läufer. bin ich jetzt Letzte? Wir verlassen dei Stadt. Schnell ist ein Wald erreicht. Ich genieße den Trail. Immer ist der Weg mit roten Pfeilen gekennzeichnet. Das ist jetzt wichtig, vor mir ist nun keiner mehr in Sichtweite.

Eine Helferin steht auf dem Weg sie leitet mich nach rechts den Berg hinauf. Es geht auf einem schmalen Singletrail steil hoch, dann wellig weiter und wieder hinunter. Ich bin wieder auf dem vorigen Weg, nur ein paar Meter weiter. Solche Schikanen folgen noch mehrere Male. Aber wir sind ja Trailer und keine Wegluschen. Also weiter so.

An der ersten richtigen VP ist nichts los. die Helfer scheinen sich aber auf einen größeren Ansturm vorzubereiten. Hier kommen später noch weitere Läufe vorbei. Ich genieße erst mal Orangen und reichlich Trinken. Es ist doch schon angenhem warm. Für Ende März sogar zu warm, aber wir wollen ja nicht meckern.

Die folgenden Kilometer laufe ich im Wald. An jedem Abzweig stehen Helfer. Verlaufen unmöglich. Der schmale Trail erfordert die ganze Aufmerksamkeit, ist aber super zu laufen. Die paar Wurzeln und Steine sind kein Problem. Steigungen gehe ich dafür lasse ich es bergab laufen.

Irgandwann höre ich Schritte von hinten,  Brigitte zieht lachend an mir vorbei. Aber nicht aus Schadenfreude sondern einfach aus Lust am Laufen in dieser schönen Natur ist sie so gut gelaunt. Das ist ansteckend und ich lasse mich kurz mitziehen. Bis zur nächsten VP hab ich sie im Blick, dann ist sich verschwunden.

Die Jugendlichen an der Verpflegung sind gut drauf und haben die Musik laut. Ich esse und trinke gemütlich und laufe dann beschwingt weiter. Im Ort geht es links über eine futuristisch anmutende Fußgängerbrücke. Im Wald blühen die Buschwindrößchen. Der Weg führt unter der Autobahn hindurch. Also erst mal runtre und dann wider hoch. Das Spiel wiederholt sich einige Male an anderer Stelle.

Chantal und Nora überholen mich. Die beiden Belgierinnen sind im Gespräch vertieft. Ich nehme sie als Leitwölfe und versuche dran zu bleiben. Die nächste VP ist schon erreicht. Nun geht es über die Felder. Mittlerweile ist es brütendheiß. Schatten gibt es hier nicht. Den blick auf dem Boden felge ich dem Weg. Immer wieder überprüfe ich, ob ich noch richtig bin. Plötlich sind die Mädels vor mir verschwunden. Ah, an einem einsamen PKW geht es über die Wiese zu einigen Bäumen. Ein Stück im lichten Wald und dann am Rand entlang ist genauso heiß. Ich bin platt.Mir ist überl. Ich trinke einige Schlucke aus meinem Rucksack und esse einen halben Früchteriegel. Obwohl es total flach ist muss ich gehen.

Dann sehe ich Fatamorgana gleich einen See und die nächste VP. Ich muss trinken. Auf die Schokoriegel verzichte ich dafür gibt es Orangen. Naoch ein Stück Schattenlos, dann kommen Bäume und es geht bergab. Nun erreiche ich einen dunklen kühlen Wald und schlagartig geht es mir besser. Ich atme die kühle Luft und kann wieder laufen. Es geht links auf einen winzigen Trail, vor einem niedlichen Brücklein liegt eine Zeimessung. Mit lautem Piep werde ich erfasst. Zwei Spaziergänger beobachten das seltsame Schauspiel und klatschen Beifall.

Ich fühle mich wieder gut und kann den abwechslungsreichen Trail wieder genießen. Auf einem kaum sichtbaren Weg geht es am Gleis eintlang. gut, dass immer wiede die roten Pfeile da sind. Immer noch stehen an jedem Abzweig Helfer. Ich laufe oben am Berg entlang. Unten sehe ich etwas das wie ein schmutzig brauner Kanal aussieht. Nach ein paar Kilometern wellig geht es plötzlich steil bergab und isch erreiche das braune etwas. Es ist ein schnurgerader Weg aus braunem Sand. Der Pfeil führt auf ihm den ganzen Weg wieder zurück. Ich schaue immer nach obern ob vielleicht ein anderer Läufer in Sicht ist. Bin ich wirklich Letzte?

Es geht mal wieder steil bergauf. Da kommen Mountainbiker entgegen. Da gehe ich mal lieber in Deckung. Das km 35 Schild kommt mir wie gerufen. Bislang hatte ich den Schildern keine Aufmerksamkeit geschenkt, aber nun bin ich schon ziemlich müde und da ist das eine willkommene Aufmunterung. Nach einem längeren Berabstück kommt die nächste VP. hier stellen die Helfer ihr privates Cola den Läufern zur Verfügung. Noch während unseres kleinen Schwätzchens kommt Alain von hinten. Auch er ist schon ziemlich platt. die nächsten Kilometer gehen wie von selbst. Bergauf zieht mich Alain, bergab schiebe ich ihn. so kommen wir gut voran.(km40).

Da vorne steht ein Helfer. Ah, es geht weider steil bergauf. Ja, und dann wieder steil bergab. Wir sind auf einer Straße. Es geht rechts und links, da vorne ist wieder ein Helfer. Natürlich, wir müssen links den Berg steil hinauf. Hier sind es zunächst lange Stufen, die dann auf einen schmalen Pfad münden. Das Kilometer 45 Schild ist am Mast einer Fußgängerampel befestigt. Ich versuche es bei rot. Sollte ich vielleicht nicht, denn nun hätte mich das Auto schier überfahren.

Eine Wasserstelle spendet Erfrischung. Mittlerweile ist die sonne verschwunden. Es ist zwar noch warm aber diese brütende Hitze ist verschwunden. Guy, Luxemburgischer m70 Läufer kommt im Laufschritt den Berg hoch. He, wo war denn der so lange. Bei dem Tempo müsste er mich ja schon lange eingeholt haben. Ers meint, dass er ziemlich Letzter sei und die Besenradler nicht weit sind. Jetzt ist es mir aber egal. Es ist nichtmehr weit.

Als wir oben anlangen liegt usn Luxemburg zu Füßen. Welch genialer Ausblick! Gleich geht es steil in Serpentinen bergab. Unten kenne ich die Strecke. Juchu das Ziel ist nah!

Hier waren wir bereits aus der anderen Richtung. Ich überhole Amir. Er geht und ich versuche ihn mitzuziehen. Er winkt ab. Hinterher erfahre ich, dass es sein erster Ultra ist. Den Rest schafft er auch noch.

Wir laufen wieder kreuz und quer durch die Stadt. Dann geht es sogar durch ein Gebäude. Das mach Spaß. Nur die Fußgänger reagieren genauso langsam wie wir müden Läufer. Da heißt es Tempo runter. Steile Treppen stehen im Weg. Also nochmla alle Kraft zusammen. und hoch. Ah, hier war ich auch schon heute Morgen. Ein Gerüst steht im Weg. Weit und breit ist keiner. Die Pfeile zeigen hoch. Also steige ich hoch. Hinten geht es wieder runter. Ich bin wieder da wo ich vorher war, nur 5 Meter weiter. Wo geht es nun bloß lang? Nur jetzt nicht falsch laufen. Geradeaus geht es durch das selbe Tor wie heute Morgen. rechts geht es die Treppe runter, das zeigt der Pflei aber nicht hin und von hinten komme ich ja. Also den Berg hinauf und durch das Tor.

Ich frage eine Passantinn. sie versichert mir glaubhaft, dass ich hier weiter und den Berg hinunter müsse. Da wären dann wieder Streckenposten. Amir von hinten läuft mir nach. Wir verständigen uns und flgen der Passantin. Hier ist kein Streckenposten aber wieder Pfeile. Also alles gut? Ich bin zwar immer noch unsicher, es könnte ja auch die falsche Strecke sein, aber zurück will ich auch nicht.

Vor uns ist historisches Gemäuer und auch Alain kommt wieder von hinten. Also vielleicht stimmt es heir doch. Dann kommt tatsächlich eine Helfer und es geht wieder auf einen Wurzeltrail steil berauf. Während ich die Serpentinen erkimme sehe ich die Besenradler im Augenwinkel (km50).

Wieder auf der Straße sind wir im Neuen Teil von Luxemburg mit den UN Gebäuden. Wichtiger ist aber die VP. Die Auswahl ist beschränkt. Ich greife im Vorbeilaufen eine ganze Flasche Rivella. Da kann ich nach Bedarf trinken. Auf der Straße ist Verkehr, und einige Passanten sind unterwegs. Es geht links auf den beeindruckenden Vorplatz der Oper. Ich muss die Pfeile suchen und kann mich so nicht auf die ollen Bauweke konzentrieren. An der Pyramide vorbei kommen wir auf das Gelände der alten Festung mit Blick auf Luxemburg. Laut Kilometerstand kann es nicht mehr weit sein, gefühlsmäßig bin ich hier aber auf dem falschen Berg.

Promt geht es wieder bergab. Hier kommt eine Stufe. die ist so hoch, dass ich nicht hinunter kann. Amir reicht mir die Hand und so gelingt der Sprung. Dafür finde ich spontan den richtigen Weg. Hier sind die Pfleile vom Staub nicht zu sehen und so sind wir froh, dass bald Pfeile an den Bäumen angebracht sind. Zuerst geht es noch bergab, dann aber wieder bergauf, dann aber doch bergab.

Wir sind nun unten in eine Vorstadtidylle geraten. Helfer weisen den Weg. „A droite, a gauche“. Naja, wir finden es jedenfalls. Es geht über eine Brücke und dann durch eine Baustelle. Ja, wirklich! Ich hab schon wieder die Besenradler im Auge.

Es geht durch ein Tor in einen Park. Dann wieder ein Helfer der uns links weist, diesmal aber nicht den Berg hinauf sondern in den Berg hinein. Das letzte Highlight: die Kanalisation von Luxemburg. Heute nur für Läufer geöffnet. Es ist duster. Langsam gewöhne ich mich an dei spärliche Beleuchtung, es geht ja schnur gerade aus. ein letztes mal überhole ich Amir. ein Besenradler kommt von hinten. Er verscheucht eine Besuchergruppe die die Gunst der offenen Tore für eine Besichtigung nutzen wollte. Musik liegt in der Luft. die Treppe ist erreicht es geht nach oben. Ich drücke dem wartenden Besenradler meine leere Rivella Flasche in die Hand.

Ich stelle fest, dass hier nicht das Ziel ist. Ich bin immer noch im Park und immer noch zu tief. Der Weg führt flach weiter. Dann zeigen Pfeile links die Treppe hinauf. Endlich. Es geht hoch, dann rechts, das ist doch die falsche Richtung! Dann weiter links die Treppe hinuaf. Von weit oben höre ich Anfeuerungsrufe. Gelten die mir? Egal, ich freue mich jedenfalls. Die Richtung stimmt jetzt. Vor mir auf einer hohen Klippe kann ich kleine Punkte erkennen. Kurze Zeit später entpuppen sich die Punkte als Köpfe. Hier stehen Massen von Menschen die den ersten Blick auf die unten ankommenden werfen wollen. Die letzte Treppe kommt in Sicht. Diese Anfeuerungen gelten nun aber definitiv mir. Es ist sonst keiner da. Ich werde die Treppen buchstäblich nach oben getragen.

Geiles Gefühl. Oben bleibe ich erst stehen und genieße den Jubel. Das Ziel ist noch ein paar Schritte entfernt. Norbert ist da, und Joe. Ich bin nicht letzte. Hinter mir kommen Alain, Amir und der deutsche Sascha.

Das war klasse. Luxemburg ist eine tolle Stadt, und die Menschen sind überaus freundlich. Die Strecke ist genau meine Kragenweite. Die Verpflegung ist ausreichende, wenn man selber was dabei hat ist das von Vorteil (Norbert hat es ohne geschafft).

Dass dann unser Rucksack im Hotel fast verloren gegangen wäre, erwähne ich nur am Rande und war einfach Pech.

Sieger:

Männer:

1. Platz Bertil Müller 4:14,27 Std.

28. Platz Norbert Fender 6:02,28 Std.

Frauen:

1. Platz Torielle Reding-Perreur 5:07,51 Std

8. Platz Birgit Fender 7:39,11 Std

 

 

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Birgit am April 28th 2014 in 2014, Ultras

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