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7. Grafenauer Dreikönigslauf

6.01.2014

Heute wird ein richtig schöner Tag. Die kurze Hose ist zwar nicht angebracht, aber wenn die Sonne  schon am frühen Morgen vom Himmel lacht, kann der Lauf kommen.

Eigentlich wollten wir uns etwas längere Zeit zum Einlaufen nehmen. Norbert hat jetzt auch was am Rücken und eine gute Warmmachphase ist angezeigt. Aber es ist der erste Lauf im neuen Jahr, und so gibt es viele Bekannte zu begrüßen, und das dauert halt.

Beim Einlaufen stelle ich dann fest, dass ich immer noch keine langen Schritte machen kann. Der Rücken ist zwar schon fast gut, aber halt nur fast. Das macht die Renntaktik einfach: hinten reinhängen und mitschwimmen (versuchen).

Norbert und die Anderen reihen sich weiter vorne ein. Beim Startschuss ist auch alles locker. Ich verzichte auf Überholmanöver und trabe mit dem Strom. An der ersten Steigung geht es schon zur Sache. Trotzdem ich mich ziemlich weit hinten wähne, ziehen noch viele an mir vorbei. Es wird kurz flacher dann geht es wieder hoch. Oben ist die Weiche für die 5 km Läufer.

Auf dem folgenden welligen Stück werde ich mutiger. Sogar im Gefälle geht es ganz gut. Kein schmerzhaftes Stechen im unteren Rücken. Das könnte ja noch was werden. Langsam beginne ich das Feld von hinten aufzurollen. (km3) Jetzt geht es länger bergab. Ich komme auf Tempo. Unten ist eine scharfe Kurve.

– Ich liege im Dreck. Reflexartig rufe ich die hinter mir anbrausenden zur Vorsicht. Die schalten schnell und umkurven mich gekonnt. Ich rapple mich hoch und laufe weiter. Mist, mein linkes Bein! Ich bin doch tatsächlich in der Kurve umgeknickt und durch den Kurvenschwung über meine Beine gefallen. Gut, dass der Untergrund hier mit Sägespähnen o.Ä. prepariert war. Meine Klamotten sehen zwar aus wie Sau, aber ich bin weich gefallen. Nur mein Bein macht mir Sorgen. Es schwillt an.

Es geht am Waldrand entlang, tendenziell leicht bergab. Mein Tempo stimmt wieder, ich überhole die, die mich vorhin bei meinem Sturz beobachtet haben. Gott sei Dank enthalten sie sich eines Komentars. Das ganze ist mir echt peinlich. (km5)

Der Grafenauer „Birkssteig“(siehe Langlauf in Oberhof) kommt. Endlich kann ich gehen, und meine Lage überdenken. Der Fuß scheint dick zu werden, tut aber nicht weh. An den Händen 2 blutige Stellen, halb so wild. Die Klamotten dreckig, eher peinlich als störend.

Dann bin ich oben. An der Verpflegung scheinen die Getränke knapp. Da bin ich froh, darauf nicht angewiesen zu sein. So warm ist es ja nun doch nicht. Ein längers flaches Stück an einer Obstwiese antlang steht an. Dann geht es wieder in den Wald und bergab. Hier spüre ich nun den Fuß. Ich versuche locker zu bleiben  und kann nicht verhindern, dass mich mehrere Frauen überholen. Noch 3 Kilometer.

Das lange leicht wellige Stück ist mir von den Vorjahren gut in Erinnerung. Hier kann man nochmal richtig Gas geben -wenn man kann. Ich hänge mich an die Frau in lila Laufjacke, die mich vorhin überholt hat. Sie hat genau das richtige Tempo. Sie zieht mich mit und zusammen überholen wir noch einige.

Es geht auf die Straße, die Lautsprecherdurchsagen von Axel Stahl sind schon zu hören. Ich sehe das Ziel und die Zeitmessung. Eine Stunde für 10 km das ist unter den gegebenen Umständen ganz OK. Axel will wissen was passiert ist. „Scharfe Kurve, umgeknickt, voll auf die Schnauze“ ist alles was ich gerade rausbringe. Claudia schafft es noch vor Norbert, mich zu empfangen. Er hat warmen Tee dabei. Mich zieht es zu den Sannis. Die klatschen mir eine kalte Kompresse auf den angeschwollenen Knöchel.

An der Verpflegung wird ständig Nachschub gebracht, so dass alle satt werden. Günni ist trotz massiven Trainingsrückstand 3. in seiner AK und muss zur Siegerehrung bleiben. Gratuliere.

Wir machen uns auf den Weg nach Hause. Mittlerweile ist mein ganzer Fuß dick und ziemlich blau. Hoffentlich wird das bis Rodgau wieder.

Sieger:

Männer:

1. Platz: Bastian Franz 34,13 Min

16 Platz AK55 Norbert Fender 48,31 Min

Frauen:

1. Platz: Christina Welsch 40,32 Min

7. Platz AK50 Birgit Fender 1:00,21 Std

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Birgit am Januar 8th 2014 in -Kürzere Läufe, 2014, Kürzere Distanzen

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