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10. Bottwartalmarathon

Lest doch vorerst meinen Bericht auf marathon4 You: http://www.marathon4you.de/laufberichte/bottwartal-marathon/wetterfeste-bottwartaeler/2249

 

20.10.13

Der Bottwartalmarathon ist uns natürlich bestens bekannt. Hier hab ich mal meinen schnellsten Halbmarathon gelaufen. Meine Marathonzeiten hier sind allerdings nicht so berauschend. Ein langes (langweiliges) Stück über die Felder im letzten Drittel ist ein richtiger Mentalkiller.

Nun hat der Bottwartalmarathon seit letztem Jahr einen neuen Stützpunkt. Anstatt im Kellereigebäude in Großbottwar ist die Sporthalle beim Riedstadion in Steinheim neuer Startpunkt. Der Weg zu den Parkplätzen ist super ausgeschildert. Als wir ankommen ist schon ziemlich was los. In der Halle gibt es trotzdem ohne Stau die Startunterlagen, ein langärmeliges Funktionsshirt und ein Fläschchen Bottwartaler Wein.

Eine Menge Bekannte sind auch da. Auf der Bühne werden langjährige Teilnehmer geehrt. Dann um 9 Uhr erfolgt schon der Startschuss für den „Urmensch Ultra“. In diesem Jahr gibt es diesen 50 km Lauf zum ersten Mal. Er bietet ein große Schleife nach Gronau, wo man dann auf die Marathonstrecke stößt und die letzten 21 km auf dieser nach Hause läuft. Gerhard, Ulli und Klaus sind hier dabei.

Um 9 Uhr 30 sind dann wir dran. Auf der Straße vor der Halle ist der Start aufgebaut. Ich hab grad mal wieder „Rücken“ und bin gespannt wie das heute gehen wird. Pünktlich geht es los. Zuerst laufen wir die Sraße hinunter. Hier hat „Radio Ton“ einen Pavillion aufgebaut und es geht darunter hindurch. An der großen Kreuzung laufen wir rechts durchs Industriegebiet. Dann geht es nach Murr. Hier ist die schlimme Stelle, wo es Kilometerweit über die Felder geht. Am Anfang des Laufs macht das aber gar nichts aus. Es ist sogar ganz nett. Bernhard überholt mich und hält kurz Schwätzchen, ich bin gut drauf. Es nieselt leicht. Im Wohngebiet (km 6) sehe ich die ersten Schirme. Viele Kinder klatschen hier die Läufer ab. An der Getränkestelle laufe ich vorbei.

Bei km 7 erreichen wir am Marktplatz von Murr. Hier ist Bombenstimmung. Ein Moderator begrüßt die Vorbeikommenden. Musik puscht nochmal richtig.

Wir lassen den kleinen Ort hinter uns. Über eine romantische Holzbrücke geht es in die Natur, Wäldchen und Felder wechseln sich ab. Wir sind gerade im Gespräch vertieft da ertönt Musik. Eine Band, geschützt unter einem Partyzelt macht richtig gute Musik. Wir fliegen vorbei.

Wir laufen am 10 km Schild vorbei als die ersten Häuser von Steinheim in Sicht kommen. Am historischen Marktplatz ist die Wechselstelle für die Staffeln. Kurze Zeit später sind wir auf der Hauptstraße und an der Stelle wo wir vorhin rechts gelaufen sind. Hier steht strategisch günstig eine VP. Ich mach mal Pause. Ein Blick auf die Uhr sagt, dass ich ohne es zu merken bisher im 6er Schnitt unterwegs bin, der Rücken macht mit.  Ziemlich flott. Dafür mache ich an der Steigung erst mal langsam. Hannes überholt mich.

Auf der Straße laufen wir nach Kleinbottwar. Es geht landschaftlich reizvoll am Bach entlang. Im Ort kommen mir plötzlich Läufer entgegen. Ah, da ist ein Wendepunkt bei km 13. Daniel, heute Pacer für 4:15, kommt mit einer kleinen Gruppe vorbei. Also entweder ist der viel zu schnell oder ich bin gnadenlos eingebrochen. Wahrscheinlich ist letzteres der Fall. Ich versuche kurz dranzubleiben. Trotz Anfeuerung der immer wieder in Gruppen stehenden Zuschauer werde ich langsamer. Die Gruppe entfernt sich langsam. Jetzt geht es wieder durch Natur. Rechts bunter Wald und links Weinberge. Das gefällt mir.

Großbottwar streifen wir. Gerade regnet es ziehmlich heftig, trotzdem sind die Helfer an der VP super drauf. In „Hof und Lembach“ sind wieder viele Zuschauer. Hier laufen zwei M50 Läufer auf mich auf. Beide sind heute unabhängig voneinander zum ersten Mal auf der Marathonstrecke unterwegs. Mensch sind die schnell, da kann ich nicht mithalten.

In Großbottwar ist wieder ein Stimmungsnest. Kurz vor Gronau kommen dann die vereinzelten Ultraläufer auf die Strecke. Die zu diesem Zeitpunkt hier laufen sind allerdings viel schneller als ich. An der VP regnet mal wieder richtig heftig. Die Helfer versuchen zu trösten. Das ist aber gar nicht nötig. Bei der tollen Strecke und der klasse Simmung der zahlreichen Zuschaern macht laufen hier Laune.

Wir kommen am Start des Halbmarathons vorbei. Die letzte Startgruppe macht sich eben bereit. Sie applaudieren uns zu. Das gibt einen richtigen Adrenalinstoß. Ein paar Meter weiter stehen Chearleader und bilden sein Spalier und auf einer Hebebühne ist ein Moderator und feuert uns nochmal an. Wir fliegen.

Das Wohngebeit kommt mir nun bekannt vor. Hier ist, wie auch in den Vorjahren eine Wäscheleine mit Bottwartal-Shirts über die Strecke gespannt. Zuschauer mit jede Menge Krachinstumente machen Höllenlärm. Es geht scharf links, dann rechts steil bergauf. Hier puscht Guggenmusik die Steigung hinauf. Oben überholt mich der 4:30 Pacer. Ich richte ihm Grüße von Seiner Freundin aus. Sie hatte ich vor km 10 getroffen. Nun hat uns die Natur wieder. Mein Lieblingsstück kommt. Es ist zwar eigentlich eine unnötige Schleife auf dem direkten Weg, aber die Landschaft ist klasse. Felder, Bäume, Ruhe. Einfach schön.

Läufer kommen entgegen. Wir können einen kurzen Blick auf Vorrauslaufenden werfen. Nach einer kurzen Schleife sind wir wieder hier zurück. Gerade laufen verkleidete Urweltmenschen vorbei. Dann geht es nach Schmidhausen. Auf der Straße laufen wir nach Oberstenfeld (km 26). Nachdem wir den Ort hinter uns gelassen haben kommen wir auf einem Radweg am Freiband vorbei. Hinter dem Parkplatz geht es durch eine Unterführung. Leider macht die Kapelle gerade Pause.

Es geht rechts auf den Radweg neben der Straße nach Beilstein. Links etwas erhöht kommen die Schnelleren entgegen. Ich suche Bekannte, kann aber keinen entdecken. Jetzt überholen mich die verkleideten Urweltmenschen. Sie sind total begeistert von der Ultrastrecke.

In Beilstein geht es einmal rundherum, immer bergauf. Im Schulzentrum steht eine Band die echt heiße Rythmen rüberbringt. Dann laufen wir in Serpentinen wieder bergab. Im Industriegebiet ist an der VP eine Art Zielbogen aufgebaut. Es gibt total nette Helfer und Bananen. Die Kapelle hat sich in einem Bushaltestellenhäuschen untergestellt. Es geht nochmal bergauf, und auf den Feldern wieder bergab. Nun sind wir am Begegnungsstück. Es kommt grad keiner. Doch, Ulli von der Ultrastrecke erkennt mich auch (km31).

Wir erreichen wieder Oberstenfeld. Diesmal geht es in den Ort hinein. Auf der anderen Seite müssen wir mit Hilfe einer Überführung die Straße überqueren. Erst geht im Kreis steil bergauf, und hinten wieder im Kreis steil bergab. Unten ist der Radweg voller Pfützen. Ich bin zwar schon patsch nass, aber das muss dann doch nicht sein. Die Natur hat uns wieder. Ein paar Kilometer später erkenne ich die Bottwartalkellerei, die wir von hinten her erreichen. Hier war früher die Zielverpflegung in einem großen Lagerraum am Berg. Wir kommen von unten und müssen hinauf. Oben geht es links wieder auf der Straße bergab.

Am Eingang zur historischen Altstatt steht die VP. Durch ein mit Efeu bewachsenes Tor erreichen wir den Marktpaltz mit seinen schönen alten Fachwerkhäusern. Ein Moderator begrüßt die Durchlaufenden. Immer noch machen zahlreiche Zuschauer Stimmung. Die Laune der Läufer ist immer noch Spitze.

Natur hat uns wieder (km38). Unter den Kilometerschildern sind Motivationssprüche angebracht. Schmunzelnd lese ich die schlauen Sprüche. In Kleinbottwar tanzt dann nochmal der Bär. Eine Guggenmusik holt das letzte aus den Läufern heraus, dann geht es auf die lange Straße nach Steinheim. Diese Strecke kennen wir ja bereits. Sogar die VP kurz vor dem Ziel ist noch da.

An der letzten langen Steigung überholen mich 2 Ultras. Toll was die noch draufhaben. Im Ziel stehen wieder Chearleader. Norbert erwartet mich. Es gibt noch den letzten Schluck Wein, alkoholfreies Krombacher und eine absolute Edelverpflegung. Schnell zeihe ich trockene Sachen an (Norbert ist ja schon lange fertig) und wir fahren nach Hause. Blöderweise stellen wir Zuhause fest, dass ich dritte in meiner Alterskalsse bin.

Der neue Standort ist absolut klasse.  Die unübersichtliche Situation an der Startunterlagenausgabe früher war unschön. Das Gedränge war unangenehm. Jetzt gibt es genügend Platz für alle. An der Toilettensituation könnte noch gearbeitet werden. Aus Süd- und Nordschleife ist ein schöner kurzweiliger Rundkurs geworden. Der Start den Halbmarathons zu dieser Zeit gnau bei der Hälfte war für mich optimal, da die Strecke hintenraus nicht so leer war. Norbert ist mitten in den Halbmarathonpulk geraten und fand das nicht so prickelnd. Die Stimmung an der Strecke war phänomenal. Im nächsten Jahr würde ich gerne den Ultra laufen.

Sieger:

Männer:

1. Platz Michael Sommer 2:42,19 Std

19 Platz AK 50 Norbert Fender 3:35,17 Std

Frauen:

1.Platz Martina Wenger 3:14,12 Std

3. Platz AK 50 Birgit Fender 4:44,59 Std

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Birgit am November 15th 2013 in 2013, Marathons

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