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22. Stuttgarter Silvesterlauf

31.12.2012

Die Metro (Großhandel) hat uns einen Gutschein über 10 Euro geschickt. Den müssen wir bis 31.12. einlösen. Also ist heute erst mal Einkaufen angesagt. Das ist wie Marathonlaufen, nur nicht so entspannend. Erstaunlich was manche Leute so am Silvestervormittag einkaufen. Das lässt auf wilde Partynächte schließen.

Um 13.30 haben wir es dann durch die Kasse geschafft und fahren die 3 km bis zu unserem geheimen, innenstadtnahen Parkplatz in Weilimdorf.

Wir müssen schnell noch die Startnummern holen. Maritta und Marlies stehen genau unter der Starterliste.

Zum Warmlaufen genügt heute unsere normale Standardrunde. Wir wollen morgen einen Marathon laufen – also ist Kräftesparen angesagt.

Am Start treffen wir die Mädels wieder. Kathi ist auch dabei. Es geht los.

Wegen meiner schlimmen Erkältung letzte Woche gehe ich es langsam an. Ein 5:40er Schnitt muss heute reichen. Das Wetter ist optimal nach der Glätte vom vorletzten und dem Regen vom letzten Jahr. Ich scheine den Start gut erwischt zu haben. Um mich herum wird das selbe Tempo gelaufen. Halsbrecherische Überholmanöver bleiben aus, und langsam laufende Hindernisse sind auch nicht unterwegs.

Am Wald checke ich die Uhr und bin ziemlich erstaunt, dass es nun doch ein 5:30er Schnitt ist. O.k. dann kann ich die 2. Runde langsamer angehen.

Beim Durchlaufen der Innenstadt mit den vielen Zuschauern bremse ich bewusst ab und genieße die Begeisterung. Die Steigung chille ich hoch, aus dem Ort raus gemäßigtes Tempo. Die Steigung zur Brücke tue ich langsam. Immer noch 5:30 als Gesamtschnitt. Wie geht das denn?

Auf dem langen Bergabstück überhole ich im lockeren Trab. Wann kommt der Einbruch? Da vorne laufen 2 Mädels (niedrigere Altersklasse), die mir am Anfang schon aufgefallen waren. Bei lockerem Tempo und in eine Unterhaltung vertieft, waren die ein ganzes Stück voraus. Irgendwie kommen sie jetzt immer näher. Bei der letzten Kurve im Tal hab ich sie erreicht. Ich versuche so lange wie möglich mitzulaufen.

Am Fuß der Steigung steht Gerhard. Ich halt noch kurz ein Schwätzchen im Vorbeilaufen. Noch immer kann ich mit den Mädels mithalten.

Gemeinsam erreichen wir die höchste Stelle des Laufs. Ich bleib dran. Langsam schiebe ich mich neben die zwei. Werden die langsamer? Ich bin einen halben Schritt vorne. Jetz bloß nicht übermütig werden. Aber 2 Plätze in der Frauenwertung weiter vorne sind auch nicht zu verachten. Gemeinsam fliegen wir dem Ziel entgegen. Kurz vor der großen Kreuzung ziehe ich das Tempo an. Auf einen Schlußspurt will ich es nicht ankommen lassen.

Ich erwarte, dass wenigstens eine vorbeizieht. Schneller kann ich auf keinen Fall. Die Arkaden sind erreicht. Hier ist es eigentlich zu eng zum überholen, aber wer weiß das schon. Ich sehe das Ziel, immer noch keiner von hinten.

Im Augenwinkel sehe ich auf der Uhr eine 59 stehen. Das gibts doch nicht! Auf 11 Kilometern unter einer Stunde, das bin ich schon ewig nicht mehr gelaufen.

Auch Norbert hat eine super Zeit geschafft. Marlies, Maritta und Kathi sind auch zufrieden. Michel ist plötzlich auch da.

Zu unserer Überraschung will er Morgen auch zum Silberseemarathon. Welch ein Zufall. Da können wir ja zusammen fahren.

Sieger:

Männer:

Rico Leu 1. Platz 34:41 Min

Norbert Fender 13. Platz AK50 47:56 Min

Frauen:

Jutta Brod  1. Platz 40:02 Min

Birgit Fender 16. Platz W45 59:32 Min

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Birgit am Januar 4th 2013 in 2012, kürzere Distanzen

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