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Südpfalzlauf, Rülzheim

28.05.2112

Die Auswahl an  Pfingstläufen ist überschaubar. Es gibt 3 Läufe in der näheren Umgebung. Keiner macht uns an. Kathi schreibt etwas über einen Halbmarathon in Rülzheim. Hä, wo soll das denn sein? Elektronisches Kartenmaterial zeigt, dass das gar nicht so weit weg ist. Leider sind über den Pfingstlauf keine Starterlisten oder Ergebnisse zu bekommen. Im Herbst gibt es den Lauf auch, und letztes Jahr war da einiges los. Gerade im Halbmarathon wurden schnelle Zeiten erzielt, aber es gab auch viele langsamere Läufer, was mir durchaus sympathisch ist.

8 Euro Startgebühr und keine Nachmeldegebühr ist dann noch das letzte Argument.

Wir brauchen eine knappe Stunde. Eine Wiese am Freizeitzentrum wird zum Parken freigegeben. Die Parkeinweisung ist vorbildlich. Nur ein paar Meter zur Halle mit der Startnummernausgabe. Es ist brechend voll. Das Nachmelden geht aber ohne Schlange.

 

Kathi kennt eine „geheime“ Toilette. Man muss zwar ein gutes Stück gehen, aber kann sich so einen Überblick über das Gelände verschaffen.

 

Die  Toilette ist im alten Hallenbad, ca. 300m vom Veranstaltungsort weg. Man muss die Schuhe ausziehen, hat dann aber eine riesige Toiletten- und Duschanlage fast für sich allein. Leider ist das Hallenbad wegen finanzieller Probleme seit einigen Jahren geschlossen. Trotzdem wirkt alles top in Schuss.

Wir machen uns im Auto fertig. Zum Warmlaufen will ich nicht wo weit weg. Am Start ist super Stimmung. Musik und Lautsprecheransagen verkürzen die Zeit. So laufen wir auf einem Parkplatz einige Runden und können den Start der 5 und 10 km Läufe mitverfolgen.

Um 9.20 Uhr sind wir dran. Man versammelt sich locker hinter dem Startbanner und wird dann mit Highway to hell auf den Weg geschickt. Eine Runde über den Parkplatz eröffnet den Lauf. Dann geht es aber gleich in den Wald.

Man, rennen die hier alle los. Ich habe mich extra hinten eingereiht. Aber das Tempo ist schon sehr flott.

Da kommen uns die Führenden des 5 km Laufs entgegen. Obwohl es eng zugeht, klappt das super gut. Bald ist die Teilung der Strecke aufgehoben, und wir können die ganze Wegbreite nutzen. Malerisch geht es an einer Eisenbahnlinie entlang. Dann biegt die Strecke rechts ab und wir sind richtig im Wald.

Meine Beine sind schwer. Ich hatte mich auf einen Lauf vielleicht unter 2:05 gefreut. So fertig, wie ich aber jetzt schon bin, wird das wohl nichts.

Die Strecke ist idiotensicher markiert. An jeder Kreuzung stehen Helfer. Seitenwege sind mühevoll mit Sägemehl abgesperrt. Die erste Verpflegungsstation ist erreicht. Ich greif mir einen Becher Wasser zur Kühlung.

Nach 5 km versuch ich auf die Uhr zu schauen. Schnitt 5:27 min/km? Das kann nicht sein. So schnell bin ich schon lang nicht mehr gelaufen. Das Display hat etwas gespiegelt, vielleicht hab ich mich ja verguckt.

Die Strecke ist uneben, so dass ich mich auf meine Füße konzentrieren muss. An der nächsten Verpflegungsstelle nehme ich einen Tee und mir die Zeit richtig auf die Uhr zu sehen. Tatsächlich, es sind jetzt tatsächlich 5:31 min/km.

Wow, das motiviert das Tempo noch wenigstens bis km 10 zu halten. Bei km 10 wieder 5:29. Schaffe ich nochmal 5 km in diesem Schnitt?

Das Geländeprofil ist eben. Wir sind wieder auf einem Streckenabschnitt, den wir bereits gelaufen sind. Irgendwann hab ich die letzten Läufer des 5km (oder waren es 10 km Läufer?) überholt.

Es ist heiß geworden. Im Wald merkt man es zwar nicht. Ich bin aber kurz nach einer Getränkestelle wieder durstig. Darauf muss ich achten. Gott sei Dank sind die 2 Getränkestellen durchdacht platziert, so dass man an jeder 2 Mal vorbeikommt. Und es gibt außer Wasser auch noch Tee.

Eben kommen schon wieder Führungsläufer vorbei. Sind das die Führenden vom Halbmarathon? Ich hab keine Zeit darüber nachzudenken. Ich bin nur gespannt, wann ich diesen Streckenteil von der anderen Seite passiere.

Bei km 15 beginne ich zu rechnen. Das könnte für eine Zielzeit von 2 Stunden reichen. Ich bin aber lange nicht mehr so schnell wie am Anfang. mit einem 6:00er Schnitt wird es eng. Noch 4 km, der Weg zieht sich; noch 3 km – es kann immer noch reichen. Nur noch 2 km; leider in der prallen Sonne zurück am Bahndamm. Ist das heiß!

Bereits gefinishte Läufer kommen im lockeren Auslaufen entgegen und feuern uns an. 1 km – das wird richtig eng. Da vorne ist der Wald zu Ende, man kann schon einige der Helfer und Zuschauer erkennen. Die Kurve nach rechts und dann der lange Zielkorridor, mit dem Zielbogen, dem Sprecher und der Uhr.

Ich seh schon von weitem die 2 vorne. Egal, egal, egal. Ich war viel schneller als ich mir je erträumt hätte. Die Startnummer wird eingescannt.

Norbert und Kathi warten schon.

Im Ziel werden Äpfel und Bananen angeboten; etwas separat dann Tee und Wasser, so hält sich das Gedränge in Grenzen.

Die Sonne knallt vom blauen Himmel. Läufer und Publikum haben die Bierbänke um das Freizeitheim okkupiert. In der Halle ist die Siegerehrung gut besucht. Auch wir bleiben drinnen, draußen ist es einfach zu heiß und hier drinnen weht ein leises Lüftchen.

Es waren wohl um die 1500 Läufer in den verschiedenen Disziplinen am Start. Zum Schluss gibt es noch eine Tombola. Kathi gewinnt etwas.

Das war wirklich ein gelungenes Läuferfest. Top organisiert, schöne Strecke, freundliche Leute. Hier waren wir nicht zum letzten mal.

Ergebnisse folgen in Kürze.

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Birgit am Mai 29th 2012 in 2012, kürzere Distanzen

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