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18. Stuttgarter Zeitunglauf

29.05.2011

7:44 Uhr mit der S-Bahn nach Stuttgart, umsteigen Hauptbahnhof in die U-11 zum Neckarpark. Man ist unter seinesgleichen. Laufschuhe und Trikots, so weit das Auge reicht. Vor der Toilette treffen wir Kathi.  Die ist gestern Abend noch einen Marathon gelaufen. Vor lauter erzählen, sind wir fast schon wieder zu spät daran. Wegen der Menschenmassen kommt man nur langsam voran. Wir müssen noch unsere Tasche abgeben, und wollten eigentlich 20 Minuten einlaufen. Kathi geht schon mal Richtung Startbereich. Als wir 9:15 vor der Porschearena unseren gewohnten Warmlaufplatz erreichen, hören wir, dass der Start auf 9.55 verschoben wird. Da haben wir aber Glück gehabt.

Gemächlich machen wir uns warm und joggen dann nochmal zur Toilette. Da wir uns auskennen, nehmen wir uns nochmal Zeit auf einer Treppe, um im Schatten auszuruhen. Kurz vor dem offiziellen Start gehen wir in die Startblöcke, Norbert in den grünen, ich in den gelben.

Kurz darauf ertönt der Startschuss für den ersten Startblock. Den Lautsprechern entnehme ich, dass auch der grüne Startblock gestartet ist. Wir rücken auf. Nanu, wir laufen schon. Gerade heisst es noch die Grünen starten. Da ist die Startlinie noch 10 Meter vor mir. Gleich darauf bin ich gestartet.

Der Plan ist, so lange es geht mit dem 2 Stunden Pacer zu laufen, und dann mal sehen. endlich mal in Stuttgart 2 Stunden wär schon cool.

Leider sehe ich überhaupt keinen Pacer. Naja egal der wird schon kommen.

Zuerst ist es mal ein super Gefühl  sich in dieser riesigen Menge zu bewegen. Echt beeindruckend, wie dieses bunte Farbenspiel in den Tunnel wogt. Ein irres Gefühl mit der sensationellen Akkustik und dem obligatorischen „Zicke Zacke“, dann wieder raus in das gleissende Tageslicht.

Schnell erreichen wir die Innenstadt: Schlossplatz- Königstrasse. Mir scheint mehr Publikum als in den vergangenen Jahren. Die Strecke ist vertraut. Ziehmlich uneben, viele Kurven, aber durchweg gut zulaufen. Die erste Wasserstelle, Chaos. Ich befürchtete noch heute Morgen, dass es wieder unerträglich heiss werden würde. Auch andere haben sich wohl auf so etwas eingestellt. Obwohl wir von Hitze noch weit entfernt sind, wird die Getränkestelle förmlich überfallen. Ich lasse sie aus, was aber angesichts der Läufermassen auch nicht einfach ist.

Nachdem wir die Innenstadt verlassen haben, kommt der einzige wirkliche Anstieg. Ich lasse es ruhig angehen, da werde ich plötzlich von hinten von Kathi angerufen. Mich wunderts, dass sie jetzt hinter mir sein soll, hab aber keine Zeit zum reden. Da kommt nämlich das einzige Gefälle und ich bin super gut in der Zeit. Immer noch 5.30. Die Zeitmessung bei km 10, ich schnapp mir ein Ultra Buffer, gehe kurz unter die Strassendusche und weiter gehts.

Am Kraftwerk vorbei Richtung Bad Cannstadt ist eine meiner Lieblingsstrecken. Tunnel, nochmal Tunnel zurück. Vor mit ist eine ältere Läuferin an die ich mich hänge. Genau mein Tempo.

Oje – jetzt werden meine Beine schwer. Ich muss abreissen lassen. Blick auf die Uhr. Das könnte noch unter 2 Stunden werden. Es sind noch 4 km. Ich würde gerne gehen, aber das kommt natürlich nicht in Frage. Altstadt von Cannstadt. Blödes Kopfsteinpflaster. Ich kann die Beine nur mühsam heben. Noch 3 km jetzt ist alles bekannt. Mist Anstieg. Der war letztes Jahr nicht so steil. Von hinten kommt der 1: 50 Pacer. Hä?-? Ich werde geradezu überrollt.

2km. 12 Minuten können ganz schön lange sein.

1km  ich kann den Sprecher hören.

Zieleinlauf – Großbild von mir auf der Vidiowand –  Adrenalin.

2:02 – Ärger.

Erst mal die Medaille, dann was trinken. 2 Rivella später mach in mich zum Krombacher Stand, wo Norbert bereits auf mich wartet. Kathi ist auch da –  und noch schlechter drauf. Sie hat halt den Marathon von gestern, diversen Fahrstress und eine knall-kurze Nacht hinter sich.

Zuhause hab ich festgestellt, dass es vom Tempo für 2 Stunden gereicht hätte, wenn ich nicht, nach Uhr, 400 m mehr Strecke zurückgelegt hätte. Im nächsten Jahr muss das unbedingt klappen.

Auf jeden Fall war es wohl, wegen des frühen Termins, nicht zu heiss. Trotz hoher Temperaturen konnte man die meiste Zeit im Schatten laufen. Und eigentlich war es doch ganz schön.

1 Kommentar »

Birgit am Juni 6th 2011 in 2011, Halbmarathons

1 Kommentar zu “18. Stuttgarter Zeitunglauf”

  1. Kati 2 schrieb am 06 Jun 2011 um 11:31 #

    die „ältere Läuferin“, das war sicher meine Bärbel. Klein, ganz besonders zierlich und grauhaarig. Weißes Shirt und schwarze Hose. Kam mit 1:58 rein 😉
    ich hab mich übrigens dann wieder berappelt, mir fehlte nur S-C-H-L-A-F… kein Wunder 😉
    Wie wars im Donautal?

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